Quellen mit Bezug zur Schweiz (Andreas Schlegel)

Es ist mein Anliegen, die Quellen für Zupfinstrumente, die entweder in der Schweiz entstanden sind, mit ihr in Verbindung stehen oder hier aufbewahrt werden, möglichst online zur Verfügung stellen zu können. Dies ist selbstverständlich nicht bei allen Quellen möglich - vor allem, wenn Faksimile-Ausgaben oder Editionen existieren.
Falls ich ein Online-Faksimile zur Verfügung stellen kann, führt der Link direkt auf das entsprechende PDF. Um die Arbeit des Bereitstellens zusätzlicher Informationen sowie der Aktualisierung zu vereinfachen, ist der Bildteil meistens vom Kommentarteil abgetrennt. Bitte beachten Sie jeweils die Datierung auf dem PDF, um sicher zu sein, mit der neusten Variante zu arbeiten. Speziell bei den Konkordanzenlisten hoffe ich auf Rückmeldungen, Ergänzungen und Berichtigungen – also auf Ihre Unterstützung zum Wohle aller Nutzer!

Einen Überblick über die in der Schweiz gespielte Lautenmusik findet sich im 2012 überarbeiteten und seither laufend aktualisierten Begleittext zur 1990 erschienenen und vergriffenen CD „Schweizer Lautenmusik - Lautenmusik aus Schweizer Handschriften“. Ich habe 1988/89 das gesamte bis dahin bekannte Lautenrepertoire erforscht, 1990 die CD zusammengestellt und zusammen mit Sara Maurer (Sopran) und Roger Harmon (Laute, Cister) eingespielt. Dieser aktuelle und zusammenfassende Text ist mit diesem Link erreichbar.

Für viele der Quellen aus dem 16. Jahrhundert gibt es Informationen im Aufsatz über den Benzenauer, den ich zusammen mit Dr. Eberhard Nehlsen geschrieben habe. Der Quellenkatalog - der zweite Teil des Aufsatzes - steht auf der Seite der Universität Freiburg i.Br. online und ist mit diesem Link erreichbar. Der Textteil dieses Aufsatzes mit dem Titel Der Benzenauer – Lied, Ton und Tanz ist gedruckt in: Albrecht Classen, Michael Fischer, Nils Grosch (Hrsg.): Kultur- und kommunikationshistorischer Wandel des Liedes im 16. Jahrhundert (= Populäre Kultur und Musik, Band 3), Münster / New York / München / Berlin (Waxmann) 2012, S. 187-218. Link zum Verlag

Ich möchte mich speziell bei der Universitätsbibliothek Basel, dem Staatsarchiv Bern, der Stiftsbibliothek Disentis bzw. dem Staatsarchiv Graubünden sowie der Bibliothek der Fundaziun Planta in Samedan für die Unterstützung und die Zusammenarbeit bedanken.

Hier der Überblick aller mit der Schweiz in Verbindung stehender Quellen mit allfälligen Links zum Online-Faksimile und Kommentar bzw. Angaben zu Faksimile und Editionen:

Handschriften:

Aarau
, Aargauer Kantonsbibliothek (CH-A):
Zurlaubiana AH 70/157
nach ca. 1655 entstandenes Einzelblatt in französischer Tabulatur für 11-chörige Barocklaute in d-Moll-Stimmung (NAO).
Link zum Online-Faksimile mit integriertem Kommentar

Basel
, Universitätsbibliothek (CH-Bu):
Ms. F IX 23
1575 in Basel von Ludwig Iselin geschrieben, deutsche Tabulatur für 6-chörige Laute.
Link zum Online-Faksimile
Link zum Online-Faksimile der UB Basel
Kommentar ist in Vorbereitung

Ms. F IX 39
ca. 1575 in deutscher Tabulatur geschrieben; 1. Teil des Manuskripts, das auch NL-At Ms. 207.A.27 umfasst (6-chörige Laute).
Link zum Online-Faksimile der UB Basel
Kommentar ist in Vorbereitung

Ms. F IX 53
ca. 1620-45 (Stücke in Accords nouveaux ca. 1624-34) für 10- bis 11chörige Laute in französischer Tabulatur.
Link zum Online-Faksimile
Link zum Online-Faksimile der UB Basel
Kommentar (vor allem zu den Stücken in Accords nouveaux) siehe S. I:58-65 in der Abhandlung von F.-P. Goy

Ms. F IX 56
Vom Basler Bonifacius Amerbach während seiner Studienzeit in Avignon und Lyon zwischen 1522 und 1525 in franz. Tabulatur geschrieben.
Link zum Online-Faksimile mit Kommentar
Link zum Online-Faksimile der UB Basel

Ms. F IX 70
Vom Basler Emanuel Wurstisen gemäss Kmetz zwischen 1591 und 1594 in deutscher Tabulatur notiert; für 6-, 7-, 8- und 9-chörige Laute. Aufgrund von Konkodanzen legt Rolf Jarchow nahe, dass Wurstisen das Manuskript auch noch später ergänzt haben könnte. Wustisen war von 1613 bis zu seinem Tod 1619 Stadtarzt in Biel und könnte auch Jacob Murer gekannt haben (siehe CH-SO DA 111, hs. Anhang).
Dieses sehr umfangreiche Manuskript ist in 8 Bücher eingeteilt. Aufgrund des Umfangs und der Dateigrössen stehen die Online-Faksimiles ebenfalls in den 8 Büchern bereit. Jedem Band ist das Inventar und das Register des ganzen Manuskripts beigegeben. Konkordanzen werden im Kommentarband veröffentlicht.
1 Praeambeln (25 MB)
2 Motetten (16,5 MB)
3 Fantasien (22,2 MB)
4 Madrigale (45,7 MB)
5 Passamezzi (102,4 MB)
6 Tänze (61,4 MB)
7 Galliarden, Chipassen etc. (25,9 MB)
8 Geistliche Lieder und Psalmen (27,1 MB)
Link zum Online-Faksimile der UB Basel
Der Kommentar ist in Vorbereitung.

Ms. F X 11
ca. 1575 vom Basler Ludwig Iselin in deutscher Tabulatur für 6-chörige Laute notiert.
Link zum Online-Faksimile
Link zum Online-Faksimile der UB Basel
Kommentar ist in Vorbereitung

Berlin, Staatsbibliothek zu Berlin, Preussischer Kulturbesitz, Musikabteilung (D-B)
Mus.ms. 40588
1552 datierte Handschrift mit Adresse „Salomon Kesler zu Brugg“; lange auf Schloss Wildegg aufbewahrt. Der inzwischen abgelöste Einband mit dem Eintrag Salomon Kesler (?) || ... [won]hafft zu Brugg || Dem Ersamen vnnd wysen gne||digen [?] Statt Vater [?] zu Kur. trägt die Signatur N.Mus.ms. 10327.
Link zum Online-Faksimile der Staatsbibliothek
Kommentar ist in Vorbereitung

Bern, Staatsarchiv des Kantons Bern (CH-BEa)
Ms. HA Spiez 123 (Spiezer Archiv)
ca. 1625 vermutlich in Paris für ein Mitglied der Familie von Erlach (Berner Patrizier) geschrieben. Accords nouveaux für 10-chörige Laute.
Link zum Online-Faksimile mit integriertem Kommentar

Bern, Burgerbibliothek (CH-BEb)
Ms. Hist.Helv. XLIV 135
1848-52 angefertigte Abschrift mit Tabulaturübertragung in Gitarrennotation von D-B 40588.
Kommentar ist in Vorbereitung

Disentis, Stiftsarchiv (CH-D)
Berther Chronik
1623 begonnene französische Tabulatur S. [424-444] für 4-chörige diatonische Cister in französischer Stimmung e1 - d1 - g - a.
Link zum Online-Faksimile [Seiten 254-273 aus: Brunold, Ursus & Collenberg, Adrian (Bearb.): Berther Chronik. Die Selbstwahrnehmung einer Bündner Notabelnfamilie im 17. und 18. Jahrhundert, (= Quellen und Forschungen zur Bündner Geschichte, Bd. 23), Chur 2010] Mit freundlicher Unterstützung und Genehmigung des Verlags.
Kommentar ist in Vorbereitung

Einsiedeln, Kloster Einsiedeln, Musikbibliothek (CH-E)
Kammermusik mit Mandora
Parthia A-Dur für 2 Violinen, Bass und Mandora (in e) (695,25.1) inklusive Edition
Parthia D-Dur für Violine, Bass und Mandora (in e) (695,25.2): Mandora-Stimme (Hochformat) / Streicher (Querformat) Kommentar und Edition in Vorbereitung.
Parthia C-Dur für Violine, Bass und 2 Mandoren (in d) (695,25.3) Kommentar und Edition in Vorbereitung.

Fribourg, Bibliothèque cantonale et universitaire (CH-Fcu)
Ms. Cap. Res. 527
Vor 1513/14 geschriebenes Blatt aus der Bibliothek von Peter Falk, Fribourg (1468-1519). Italienische Tabulatur für 6-chörige Laute.
Von dieser Quelle existiert ein Faksimile mit Kommentar in: Kirnbauer, Martin & Young, Crawford (Hrsg.): Frühe Lautentabulaturen im Faksimile / Early Lute Tablatures in Facsimile, Wintherthur: Amadeus 2003 (Pratica Musicale 6)

Köln, Universitäts- und Stadtbibliothek (D-KNu)
Ms. 5.P.177
Enthält Stücke von Tauseana (Johann Anton Tausean). Dieser wirkte von 1757 bis 1759 als Dirigent des Collegium Musicum in Zofingen.
Siehe: Goy, François-Pierre (mit einem Beitrag von Joachim Lüdtke & Andreas Schlegel): Zur Biographie des Lautenisten „Tauseana“, in: Lauten-Info der Deutschen Lautengesellschaft 4/2011, S. 8-15). Link zum Artikel

Krakow, Biblioteka Jagiellonska (PL-Kj)
Mus. ant. pract. W 510, handschriftlicher Anhang an den Druck von Rudolf Wyssenbach: Ein schön Tabulaturbuch, Zürich 1563
Vom Repertoire her gehört dieser Anhang in das „Basler Überlieferungsnest“.
Wir bemühen uns darum, dass bald ein Digitalisat auf der Homepage der Biblioteka Jagiellonska aufgeschaltet wird.

Kremsmünster, Benediktinerstift, (A-KR)
Ms. L 81
Dieses Manuskript hat eine Verbindungen zu Johann Sebastian von Hallwyl (1623-1700), der aus der österreichischen Linie dieser ursprünglich Schweizer Familie stammt. Das Stammschloss Hallwyl steht in der Schweiz am Hallwilersee.
Seit Flotzingers Studie wird das Buch als Autograph von Johann Sebastian von Hallwyl angesehen. Diese Ansicht muss aus diversen Gründen inzwischen zurückgewiesen werden. Lit.: Schlegel, Andreas: Das so genannte Lautenbuch des Johann Sebastian von Hallwyl, in: Beiträge zur Ausstellung im Schloss, Band 2, Hallwyl 2005, S. 91-102
Anfrage für ein Online-Faksimile ist in Bearbeitung.
Kommentar ist in Vorbereitung.

Samedan, Biblioteca Fundaziun Planta (CH-SAM)
Ms. FP/M 1
1563 wohl in Basel entstandene Handschrift für 6-chörige Laute; in deutscher Tabulatur.
Link zum Online-Faksimile
Kommentar ist in Vorbereitung

Ms. FP/M 2
Nach Dorfmüller vom Schreiber „H D“ von D-Mbs 1512 wohl in München geschriebenes Doppelblatt in deutscher Tabulatur für 6-chörige Laute.
Link zum Online-Faksimile
Kommentar ist in Vorbereitung

St.Gallen, Kantonsbibliothek Vadiana (CH-SGv)
handschriftliche Eintragungen in P 3050 (Gitarrenbücher von Morlaye)
Zwei in deutscher Tabulatur intavolierte Bicinien (von Facciola und Antiquis), die 1585 erstmals gedruckt wurden; für 6- und 7-chörige Laute.
Online-Faksimile ist in Vorbereitung
Kommentar:
Dieses Buch umfasst die berühmten vier Gitarrentabulaturen von Gorlier & Morlaye, die von Editions Chanterelle 1980 als Faksimile herausgegeben wurden:
Morlaye, Guillaume: Le Premier Livre de Chansons…, Paris 1552 (Howard Mayer-Brown 1552-5)
Morlaye, Guillaume: Le Second Livre de Chansons…, Paris 1553 (Howard Mayer-Brown 1553-4)
Morlaye, Guillaume: Le Troysieme Livre…, Paris 1551 (Howard Mayer-Brown 1551-1)
Morlaye, Guillaume: Quatriesme Livre…, Paris 1552 (Howard Mayer-Brown 1552-6)
Auf einer heute an falscher Position eingelegten Quaternio befinden sich die zwei intavolierten Bicinien in deutscher Tabulatur für eine 6- bzw. 7-chörige Laute (7. Chor ein Ganzton unter dem 6. Chor).
Eine codicologische Beschreibung der Bücher findet man hier.
Die verwendeten Tabulaturzeichen - speziell ist das Zeichen für den 7. Chor und die Bezeichnungen für den 6. Chor im Stile von Judenkünig - sind hier auf den "Lautenkragen" gesetzt abgebildet.
Die Fuga von Fabricio Facciola (7-chörige Laute)
- in der Fassung von CH-SGv VadSlg P 3060 in franz. Tabulatur
- in Parallellesung in normaler Notenschrift mit dem Bicinium nach der Münchner Druckfassung von 1591 (Gerlach)
Die Fantasie von Giovanni Giacomo de Antiquis (6-chörige Laute)
- in der Fassung von CH-SGv VadSlg P 3060 in franz. Tabulatur
- in Parallellesung in normaler Notenschrift mit dem Bicinium nach der Antwerpener Druckfassung von 1590 (Phalèse & Bellère)

Solothurn, Zentralbibliothek (CH-SO)
DA 111
Dieses Buch umfasst 4 Vallet-Drucke
- Petit discours, o.O., o.J.
- Le Secret des Muses auquel est naivement montré la vraie / maniere de bien et facilement apprendre a jouer du Luth. / Amsterdam. 1615.
- Le second Livre de Tablature de Luth intitule / Le Secret des Muses: ect.1616.
- Eenen twintich Psalmen Davids / ghestelt om te singhen ende spelen, ’tsamen door N: Vallet. / Amsterdam. 1615.
sowie einen handschriftlichen Anhang, der um 1621 in französischer Tabulatur für 10-chörige (Abschreibvorlagen auch für 11-chörige) Laute im Vieil ton geschrieben wurde.
Ein Empfänger eines Eintrags (und somit wohl Besitzer des ganzen Buches) ist Jacob Murer (getauft 25.3.1588 in Biel, letzte Urkunde bisher 1650 aus Straßburg), der als evangelischer Pfarrer in Biel, Henau und Niederglatt sowie Herisau, dann wieder in Biel und nach 1648 als Mediziner gewirkt hat.
Vom handschriftlichen Anhang existiert eine Edition: Greuter, Christoph (Hrsg.): Solothurner Lautentabulatur DA 111, ca. 1614-1620, Winterthur 2009
In dieser Edition stellt Greuter Behauptungen auf, die ich in folgender Publikation diskutiere:
Andreas Schlegel: On Lute Sources and Their Music – Individuality of Prints and Variability of Music, in: Journal of the Lute Society of America XLII-XLIII (2009-2010) © 2011, S. 91-164. Die deutsche Fassung (mit Seitenverweisen auf die englische Publikation) ist mit diesem Link erreichbar.
In meinem Aufsatz gehe ich auch auf den äusserst komplexen Druckvorgang und die Buchzusammenstellung bei Vallet ein, denen ich aufgrund von Differenzen zwischen den Solothurner Exemplaren und dem Faksimile auf die Schliche kam.

Ulm, Stadtbibliothek (D-Us)
Ms. 131b
Datiert 1556. Die Lesung „Ulm“ ist aus palaeographischen Gründen nicht stichhaltig. Meyer et al. lesen:
„Laus deo semper 1556 A° dj 2j Jenner in Vlm per me Matth. Vreck“
Gottwald (Katalog der Musikalien in der Schermar-Bibliothek Ulm, Ulm 1993, S. 69) liest:
„Laus deo semper 1556 Ad 21 Jenner in Bern per me Matthae[um] Gred[ ]“
Von dieser Quelle existiert ein Faksimile: Lautenbuch Ms. Ulm 1556 (= Faksimile-Edition Schermar-Bibliothek Ulm Nr. 19), Stuttgart (Cornetto) 1997
Kommentar in Vorbereitung

Zürich, Zentralbibliothek, Musikabteilung (CH-Zz)
Ms. Q. 907
1640-42 wohl in Paris geschriebene französische Tabulatur in Accords nouveaux und NAO für 10- bis 11-chörige Laute.
Link zum kommentierten Online-Faksimile.
Link zum unkommentierten Online-Faksimile der ZB Zürich.

Drucke:

Basel
, Universitätsbibliothek (CH-Bu)
1511-3: Virdung (imperfect)
1562-4: Heckel: Tenor. Lautten Buch

Bern, Stadt- und Universitätsbibliothek (CH-BEsu)
1536-6: Newsidler: Ein Newgeordent

Einsiedeln, Kloster Einsiedeln, Musikbibliothek (CH-E)
1529-1: Agricola Musica instrumentalis deudsch

ehemals Lausanne, Privatbibliothek Alfred Cortot (CH-Lcortot)
Die Bibliothek wurde nach Cortots Tod 1962 nach und nach verkauft. Nachweise des heutigen Fundortes sind so weit als möglich ergänzt.
1536-4: Luscinius (= Virdung frei übersetzt)
1542-1: Agricola: Musica instrumentalis deudsch (US-Cn)
1546-6: Francesco da Milano 1
1546-7: Francesco da Milano 2
1546-10: Crema 1 (US-Cn)
1546-13: Pifaro (F-Pn)
1546-15: Rotta 1 (US-Cn)
1548-1: Abondante 2 (F-Pn)
1549-2: Barberiis 10 (GB-Lbl)
1555-1: Bermudo (US-Cn)
1565-5: Tomas de Sancta Maria
1581-1: Caroso
1584-5: Galilei: Fronimo (US-Cn)

St.Gallen, Kantonsbibliothek Vadiana (CH-SGv)
1551-1: Gorlier: 3me livre (Git.)
1552-5: Morlaye: 1er livre (Git.)
1552-6: Morlaye: 4me livre (Git.)
1553-4: Morlaye: 2nd livre (Git.)

Zürich, Zentralbibliothek, Handschriftenabteilung (CH-Zz)
1560-3: Paladin
1572-1: Jobin: Das Erste Büch
1573-2: Jobin: Das Ander Buch
1575-3: Kargel: Toppel Cythar

Zofingen, Stadtbibliothek (CH-ZO)
1536-6: Newsidler: Ein Newgeordent

Privatbibliothek:
151?-1 & 1523-2: Judenkünig (beide Bücher sind auf 1523 zu datieren!)

In der Schweiz gedruckt:
1511-3: Virdung (Basel)
1550-4: Wyssenbach (Zürich): Dieser Druck stellt eine Umschrift in deutsche Lautentabulatur eines in italienischer Tabulatur veröffentlichten Lautenbuches dar, das wohl 1546 in Mailand von Castigione gedruckt wurde (kein Exemplar bekannt) und von dem im gleichen Jahr eine Raubkopie in Venedig bei Scotto erschien (1546-8).
[1552-9]: Wecker: Discant Lautenbuch (Basel): Von diesem Lautenbuch ist kein Exemplar bekannt. Ein Grossteil der Stücke ist jedoch rekonstruierbar, zumal Wolf Heckel einen Grossteil dieser Duette 1556 und 1562 abgedruckt hat.
1552-10: Wecker: Tenor Lautenbuch (Basel) (PL-Kj)
1563-10 Wyssenbach (Zürich); Inhalt entspricht 1550-4

Bezug zu Schweizer Repertoire:
Heckel:
1556-5, 1562-3: Discant Lautten Buch
[1556-6], 1562-4: Tenor Lautten Buch

Verbleib unbekannt:
Widenhuber, vor 1548:
Existenz bekannt durch Conrad Gesner: Pandectarvm sive Partitionum uniuersalium Conradi Gesneri Tigurini, medice philosophiae professoris, libri XXI. Zürich (Christophorus Froschouerus) 1548
[Das ist der zweite Teil von Gesners Bibliotheca Vniversalis] Liber VII De Musica, darin der Titulus VII De Musicis instrumentis, ijs qui eorum usu claruerunt. Fol. 85v, linke Kolumne unter den Cantiones Germanicae: "Tabulaturae liber ad testudinem secundom Tonos, perquam artificiosus, in gratiam tyronum, per incomparabilem in hac arte uirum Ioannem Vuidenhouberum Sangallensem compositus."