6. Musikalische Quellen und bekannte Mandorenspieler
Diese Seite befindet sich noch im Aufbau. Für Interessierte wollten wir aber bereits eine erste Übersicht zur Verfügung stellen.

Wir wissen aus indirekten Zeugnissen, dass mehrere Drucke für Mandore existierten, von denen aber offenbar kein Exemplar mehr bekannt ist. Diese verschollenen Drucke weisen bei der folgenden Aufstellung eine in eckigen Klammern geschriebene Jahreszahl auf.

• [1578]: Pierre Brunet, Tablature de Mandorre, Paris, Adrian le Roy et Robert Ballard,1578
Die Existenz dieses Drucks ist bekannt aus J.C.Brunet, Manuel du libraire et de l‘amateur de livres, 1860-1865, Supplément, col. 178; Georg Draudius, Bibliotheca exotica, Frankfurt 1610; Antoine Du Verdier und François La Croix du Maine, Les Bibliothèques françoises, III, S. 256, Paris 1772-1773

• [1585]: Adrian le Roy, L‘Instruction pour la mandorre, Paris 1585
Diese Mandore-Tabulatur wird von Pierre Trichet in seinem gegen 1640 geschriebenen Traité des Instruments de Musique erwähnt.
Le Roys Musikdrucke für Laute, Renaissance-Gitarre und Cister beinhalten viele Werke, die jeweils auch für andere Lauteninstrumente umarrangiert wurden wie man dies aus englischen Handschriften kennt, in denen ein bestimmtes Werk immer wieder auch für andere verwandte Instrumente auftaucht. Daher ist es denkbar, dass im verschollenen Mandore-Buch ebenfalls Stücke zu finden wären, die im Original für Laute komponiert sind respektive zahlreiche Konkordanzen zu Werken für Laute aufweisen könnten.

• 1625 bis 1630: Ulm, Stadbibliothek, Schermar-Sammlung Ms. 132, 133a, 133b, 239
Für die ausführliche Beschreibung der Schermar-Sammlung verweisen wir hier auf die Maitrise von François-Pierre Goy, Quelle 34-D-Us 132 auf S.I:234-I:239.
Inventar:
Stimmungen / Instrument:
efhf: “en tierce” D-Us Smr 239, “accord de tierce” D-Us Smr 132
(D-Us Smr 239, D-Us Smr 132)
ffhf: D-Us Smr 133b
ffhh: “à corde avallée” D-Us Smr 239, “accord avallée [sic!]” D-Us Smr 132 (D-Us Smr 239, D-Us Smr 132)
hefh: “ton nouveau” D-Us Smr 239 & 132
hfh: D-Us Smr 133a
hfhf: “ton commun” D-Us Smr 239 & 132
5 Chöre: D-Us Smr 133b, D-Us Smr 239, D-Us Smr 132
4 Chöre: D-US Smr 133a
Physische Beschreibung:
Provenienz:
Besonderheiten:

Die früheste erhaltene Sammlung mit Musik für Mandore stammt aus der Schermar-Sammlung der Stadtbibliothek Ulm: Ms. 132, 133b und 239 meist für 5-chörige, 133a ganz für 4-chörige Mandore. Zu datieren sind die insgesamt vier Bände zwischen 1625 und 1630, in zwei Bänden ist die Jahreszahl 1626 notiert. Die Musik ist fast durchweg im damaligen französischen Stil komponiert. In den Manuskripten sind Tanzmusik und populäre Formen wie Courantes, Sarabandes, Galliarden überliefert. Deutlich überwiegen Courantes. Interessant sind die Mandore-Versionen von bekannten Stücken wie En Revenant de St. Nicholas, Courante La Vignonne, La Vallette, Pantalon oder Branle de village, von denen es zahlreiche Fassungen für die Laute gibt. Vorzugsweise spielt man diese Musik in „klassischer“ Fingertechnik. Insgesamt werden vier Stimmungen verwendet, von denen eine als "ton nouveau" bezeichnet wird (Quint-grosse Terz-Quart-Quint = hefh) nur durch diese Handschriften bekannt ist.
Das kompositorisch und technisch anspruchsvollste Mandore-Manuskript dieser Sammlung trägt die Signatur 239 und ist mit «Laroussiére: Mandor Buch» überschrieben, welches auf einer Folio die Jahreszahl 1626 trägt. Laroussière, der kompositorisch – zumindest für die Laute – nicht weiter in Erscheinung tritt, scheint ein versierter Komponist gewesen zu sein. Dem Repertoire nach war er mit der Tanzmusik, wie sie am französischen Hof gepflegt wurde, vertraut.

Courante, aus: «Laroussière: Mandor Buch». Schermar-Sammlung Sign. 239, Stadtbibliothek Ulm
Das umfangreichste Manuskript von etwa 120 Folios trägt die Signatur 133b mit musikalisch und technisch leichter zugänglicher Musik als in Signatur 239. Es überwiegen die Couranten. Das dritte Manuskript 133a wiederum trägt die Überschrift «Tabulaturbuch zu dem Mandor» und enthält auf den ersten 9 Folios dieselben Stücke wie in Signatur 133b, die restlichen Folios aber sind leer.
Interessant ist das vierte Manuskript (Signatur 132) mit einer Anleitung zur Intavolierung: Es zeigt die Vorgehensweise des Intavolierens, des Arrangierens von Liedgut in eine Instrumentalfassung für die Mandore, in dem das Lied oder ein Lautenwerk dem Arrangement für Mandore gegenüber gestellt wird.
Die Überschriften lassen schliessen, dass die Manuskripte zum einen Teil von einem Deutschsprachigen kopiert worden sind, der offensichtlich eine Beziehung zu Frankreich zu haben schien, zum andern Teil durch seinen Pariser Mandore-Meister.[8].
Im Journal of the Lute Society of America XL (2009), S. 1-89, vergleicht François-Pierre Goy drei Versionen von Pierre Gaultiers „Bataille“ in D-Us Smr Misc. 133b von 1626, in Pellegrinis „Armoniosi concerti sopra la chitarra spagnuola“ von 1650 und in Pierre Gaultiers Druck von 1638. Appendix II (S. 36-45) zeichnet Schermars Reisen (1622-1628) nach, Apendix III (S. 46-57) enthält das Inventar der Quelle 133b. Goy identifiziert Hand A von D-Us Smr Misc. 133b mit Anton Schermar.

• 1629: François de Chancy, Tablature de mandore, Paris, Pierre Ballard, 1629


Abbildung mit freundlicher Genehmigung aus: Bibliothèque Nationale de France, département de la Musique, Rés Vm7 581

Inventar:
Stimmungen / Instrument:
Physische Beschreibung:
Provenienz:
Besonderheiten:

Die ausgereifteste und „durchkomponierteste“ Musik für Mandore findet sich im einzigen erhaltenen Tabulaturdruck für Mandore, der Tablature de mandore von François de Chancy (gest. 1656). Die Musik zeugt von sehr hoher Qualität mit einem geradezu kultivierten, intellektuellen Repertoire, ähnlich der zeitgenössischen französischen Lautenmusik seiner Zeit in Accords nouveaux. Die Musik wird hier suitenartig (z.B. Recherche-Allemande-Courante-Sarabande) zusammengefasst, wie in seinen zwei Jahre später erschienenen Lautenstücken. Chancy ist auch ein wichtiger Komponist für Balletmusik und «Airs de cour», der auf eine lange und erfolgreiche Karriere am französischen Hof zurückblicken konnte. Er trug den Titel «Maitre de la Musique de la Chambre du Roi», stand im Dienst Kardinal Richelieus, später im königlichen Dienst und publizierte einige Musikbücher.
Das Mandore-Buch war de Chancys erste Publikation, die er Kardinal Richelieu widmete. Die Musik ist für eine 4-saitige Mandore in überwiegend Quint-Quart-Quint-Stimmung (hfh) notiert. Es kommt aber auch Musik vor, für die de Chancy zwei weitere Stimmungen angibt: Quart-Quart-Quint (ffh) und grosse Terz-Quart-Quint (efh). Die Kompositionen im französischen Stil eignen sich hervorragend für die Interpretation mit einem Plektrum. Indes gibt de Chancy keine Spielanleitung, dafür eine Illustration einer Mandore und eine Tabulatur wieder, welche die Intervalle der Mandore zeigt. Er nennt aber keine Stimmung respektive Tonhöhe.

• ca. 1625 bis 1635; spätestens aber 1644: John Skene Manuscript (GB-En, MS Adv.5.2.15)


Remember me at eveninge” aus: John Skene Mandore Book, ca. 1625-1644. Edinburg, National Library MS Adv.5.2.15

Inventar: mit freundlicher Genehmigung von Donald Gill entnommen aus: The Lute, Vol. XXVIII (1988), S. 26-32
Stimmungen / Instrument:
Physische Beschreibung:
252 Seiten in 8 Sektionen, wobei ein Doppelblatt der letzten Lage fehlt.
I: S. 1-48
II: S.49-64
III: S. 65-110 (Die Paginierung, die wohl aus dem stammt, hört hier aus. Ab S. 86 stammt die Paginierung vom Bibliothekar der National Library.)
IV: S. 111-142
V: S. 143-188
VI: S. 189-218
VII: S. 219-224
VIII: S. 225-252
Provenienz:
1818 von Famiiie Skene of Curiehill and Hallyards; von John Skene of Hallyards kompiliert, der 1644 starb.
Besonderheiten:

Das John Skene Mandore Book aus Schottland beinhaltet 120 Stücke für 5-chörige Mandore. Es ist dank CD-Einspielungen von Ronn McFarlane oder Rob McKillop auch das bekannteste Manuskript für die Mandore [9] . Angelegt in französischer Tabulatur von John Skene in den Jahren zwischen etwa 1630 und 1644 verlangt die Musik eine 5-saitige Mandore in meist Quint-Quart-Quint-Quart-Stimmung (hfhf; Open Tuning). Auch Skene macht keine Angaben über irgendwelche Stimmtonhöhen. Interessant ist, dass wenig französische Musik in diesem Manuskript auftaucht, hingegen viele englische Maskes-Tunes wie Lady Elizabeths Maske, Prince Henrys Maske, Comedian Maske oder Sommerset Maske. Bemerkenswert ist eine Version von John Dowlands Frogg Galliard. Wie in den Manuskripten von Ulm stösst man auch hier auf einige „Evergreens“ wie En revenant de S. Nicolas oder Pantalon. Das meiste in diesem Manuskript trägt jedoch unüberhörbar schottischen Charakter. Es finden sich viele Konkordanzen zu fast allen schottischen Lautenmanuskripten inklusive dem Balcarres Lute Book von ca. 1700.
Das Skene-Manuskript ist in acht Sektoren eingeteilt [10]. Bemerkenswert ist Sektor 3, in dem die Mandore to the old tune of the Lutt (Quart-Quart-Terz-Quart: ffef) gestimmt werden soll. Dieser Sektor beinhaltet zwanzig Stücke, die teilweise neu gesetzt aber auch in anderen Sektoren des Manuskriptes erscheinen.
John Skene scheint offensichtlich ein Amateur gewesen zu sein: viele Schreibfehler, Missverständnisse in Rhythmus oder Melodie geben davon Zeugnis. Trotz seiner unzähligen, eigenhändigen Korrekturen müssen viele Stücke im Manuskript erst minuziös rekonstruiert werden, um sie überhaupt spielbar zu machen. Die 5-saitige Mandore, welche sein Manuskript verlangt, dürfte jener nahe kommen, welches von Mersenne und Trichet beschrieben wurde und Lubin Baugin in seinem Stillleben darstellte.

• [1648] und [1654]: Valentin Strobel d.J.: verschollene
Concerte
Laut Mendels Conversations-Lexicon, Bd.10, Berlin 1878, S.15-16, existierten Drucke von Valentin Strobel dem Jüngeren. Deshalb sei hier der ganze Artikel wiedergegeben:
„ Strobel, Valentin, ein berühmter Lautenist und Componist, lebte zu Strassburg um die Mitte des 17. Jahrhunderts. Er gab heraus »Melodien über deutsche weltliche Lieder sammt den Ritornellen mit zwei Violinen und einem Bass« (Strassburg, 1652, erster Theil). »Zwei Symphonien mit drei Lauten und einem Mandor, auch mit vier Lauten und Bass und Diskant« (ebend. 1654, in 4°).“
Im MGG II werden folgende Werke für Mandore aufgeführt, wobei die Herkunft dieser Angaben nicht erläutert wird:
• Concerte für 3-4 Lauten, Mandora (= Mandore), Baß- und Diskantgambe, Tl. 1, 1648, verschollen
• Concerte für 3-4 Lauten, Mandora (= Mandore), Baß- und Diskantgambe, Tl. 2, 1651, verschollen
• Symphonien für 3 Lauten, Mandora (= Mandore), Baß- und Diskantgambe, 1654, verschollen

• Mitte 17. Jahrhundert: US-R Sibley Music Library, Vault M 125 FL XVII
Inventar:
Stimmungen / Instrument:
Physische Beschreibung:
Provenienz:
Besonderheiten:
Die Mandoren- und Lautentabulatur aus der Sibley Music Library in Rochester für 5-chörige Mandore stammt ebenfalls wahrscheinlich aus der Mitte der 17. Jahrhunderts. Der Schreiber ist auch durch zwei wichtige Lautenhandschriften bekannt, die wesentlich anspruchsvollere Musik enthalten: Paris, Bibliothèque nationale de France, Rés. Vmf ms. 51 und Berlin, Staatsbibliothek Preussischer Kulturbesitz, Mus. ms. 40600 [11]. Dieselbe Hand taucht auch in der Lautenliederhandschrift Washington auf (US-Wc, M 2 1 T 2 17 D Case). Da die Pariser Handschrift viele Stücke von Johann Gumprecht enthält, handelt es sich vielleicht um einen Strassburger Meister. Ob es sich dabei um Strobel handeln könnte?

• Ende des 17. Jahrhunderts?: US-R Sibley Music Library, Vault ML.96.L.973
Inventar:
Stimmungen / Instrument:
Physische Beschreibung:
Provenienz:
Besonderheiten:
Ferner befindet sich ein Manuskript für Gitarre und Mandore in Rochester. Es enthält 37 Gitarren- und 38 Mandore-Stücke. Bötticher [12] datiert diese Quelle ins Ende des 18. Jahrhunderts, während Tyler [13] sie aufgrund von Repertoire und Stil ein Jahrhundert früher ansetzt.

• nach 1660: Gallot Guitar Book (GB-Ob Ms.Mus. Sch. C. 94)


”Gigue” aus: Gallot Guitar Book. Oxford, Bodleian Library, MS Mus. Sch. C94, f.131

Inventar:
Fol. 131r.1: b mol / Gigue (efhf)
Fol. 131r.2: b mol. / Sarabande (efhf)
Fol. 131r.3: Sarrabande (efhf)
Fol. 131v.1: b mol / Courante (efhf)
Fol. 131v.2: Sarabande / b mol. (efhf)
Fol. 131v.3: Sarabande (hfhf)
Fol. 132r: Courante (dfhf)
Physische Beschreibung:
Provenienz:
Besonderheiten:
Eine weitere Quelle für Mandore-Musik ist das Gallot Guitar Book, welches einem französischen Musiker namens Henry Francois de Gallot gehört haben soll und/oder anderen Musikern, die mit der Restaurierung des englischen Hofes ab 1660 in Verbindung gebracht werden können. Auf zwei Folios [14] wird die Musik mit pour la mandore überschrieben. Die Musik französischen Charakters verlangt eine 5-chörige Mandore. Das Repertoire verlangt Fingertechnik.

• KEINE Mandore-Tabulatur ist die mit »Allemanden, Couranten, Sarabanden, Giguen, Cavotten auss underschiedlichen Tonen mit sonderbarem Fleiss von der Lauten und Mandor auff das Spinet von einem beedes der Lauten, Mandor und dess Clavier Verständigen abgesetzt, Anno 1672 den 18 May« betitelte Handschrift Mus. ms. 17 (früher Ms. 2897) der Hessischen Landes- und Hochschulbibliothek Darmstadt. Sie enthält Bearbeitungen für Tasteninstrument in deutscher Orgeltabulatur [15].

Bisher nicht erwähnte Mandorenspieler
Ein virtuoser Spieler soll Jacques de Belleville (gest. zwischen 1636 und 1647), Ballettmeister unter Louis XIII ab etwa 1615, gewesen sein. Von ihm aber sind lediglich elf Lautenstücke bekannt, die in Lord Herbert of Cherburys Lute Book und in einer Anthologie von Ballard überliefert sind. Es ist jedoch denkbar, dass von ihm einige Mandore-Stücke in den Mandore-Manuskripten der Schermar-Sammlung (Ulm) zu finden wären.
Simon Jumentier oder Le Jumantier, sieur de Laroussière (gest. 1633) taucht als Lautenspieler in den Archivalien auf [16], ist aber als Komponist nur durch seine (wahrscheinlich eigenhändigen) Werke in einer der Handschriften der Schermar-Sammlung bekannt.
Und am 17. Juni 1632 hört der junge lautenbegeisterte Bullen Reymes einen der Gaultier (wahrscheinlich Ennemond), der die Mandore spielt [17].

Anmerkungen:
1 siehe: Carlo Angelo Cecconi, Gaspar Ferrari e altri „chitarrari“ romani del XVIII secolo, in: Leutaro in Roma (Katalog zur Ausstellung im Palazzo Venezia Rom, 18.10. bis 18.11. 2008), S.14-19 und Gerardo Parrinello, Gaspar Ferrari e il mandolone a Roma, in: ebda., S. 20-24
Die Entwicklung der Neapolitanischen Mandoline ist beschrieben in Schlegel & Lüdtke: Die Laute in Europa 2, Menziken 2011, Bilder S. 216-218, Text S. 106-110.
2
Laurence Wright, The Medieval Gittern and Citole: A Case of Mistaken Identity (Galpin Society Journal 30, Mai 1977, S. 8-42
3
Edmund A. Bowles, Musical Performance in the Late Middle Age. Minkoff 1983
4
Martin Kirnbauer, Crawford Young, Musikinstrumente aus einer mittelalterlichen Latrine. Institutsbeilage der Schola Cantorum Basiliensis 1/2001; Martin Kirnbauer, Musikzeugnisse des Mittelalters, in: Archaeologie in Deutschland 6/2002, S. 54-55
5
Die Stimmangaben werden in der für Bundinstrumente üblichen Art von der höchsten Saite her mit Tabulaturbuchstaben präzisiert: a bedeutet unisono zwischen den betreffeden Saiten resp. Chören, b eine kleine Sekund, c eine grosse Sekund, d eine kleine, e eine grosse Terz, f eine reine Quarte, g ein Tritonus, h eine reine Quite etc.)
6 „La mandore… est le racourcy et le diminutif [du luth], c‘est pourquoi on l‘appelle
luthée“ (Mersenne, HU, livre.2, S.93)
7
Eine Edition der relevanten Abschnitte findet sich in: Michael Prynne, James Talbot's Manuscript, im Teil IV. Plucked Strings – The Lute Family, in: Galpin Society Journal, Vol. 4 (March 1961), S.52-68
8 Eine offene Frage ist, ob es sich nicht um Anton Schermar selbst handeln könnte. Vielleicht gibt es Antworten in der folgenden Bibliographie:
Breitenbruch, Bernd:
Sammeleifer mehrerer Generationen. Zur Geschichte der Schermarbibliothek. In: Ulmer Forum 49 (1979) S. 34-36
Gottwald, Clytus:
Katalog der Musikalien der Schermar-Bibliothek Ulm. Beschrieben von Clytus Gottwald. Wiesbaden 1993
Marmein, Peter:
Die Schermarbibliothek in Ulm: Zur Geschichte einer patrizischen Büchersammlung. Assessorarbeit. Köln: Bibliothekar-Lehrinstitut 1981
Wiegandt, Otto:
Anton Schermar und seine Bibliothek im Ulmer Münster. Spiegel einer Persönlichkeit. In: Ulmer Forum 32 (1974/75) S. 52-57
9
Ronn McFarlane, The Scottish Lute. Dorian 90129; Rob McKillop, Flowers of the Forrest. Greentrax 155
10
Donald Gill, The Skene Mandora Manuscript. In: The Lute, Vol. 28 (1988)
11 Dieter Kirsch, Lenz Meierott und François-Pierre Goy (Hrsg.), Berliner Lautentabulaturen: zwei Handschriften aus der Mitte des 17. Jahrhunderts für Laute und Gitarre, Mainz etc., Schott, 1996, S.4

12 Wolfgang
Boetticher, RISM B VII, S. 47
13 James Tyler, The guitar and its music, S. 31 und 142
14 Oxford, Bodleian Library, MS Mus. Sch. C94, ff.131-132
15 Bruce Gustafson. The sources of seventeenth-century French harpsichord music. UMI 1977, S. 72-73
16 Yolande de Brossard. Musiciens de Paris 1535-1792. Picard, 1965, S. 158 u. 183
17 François-Pierre Goy, Luth et guitare dans le journal et la correspondance (1631-1636) de Bullen Reymes. In: Luths et luthistes en Occident : actes du colloque organisé par la Cité de la musique, 13-15 main 1998, Cité de la musique 1999, S. 191.